Jahres Rückblick 2016

Hier ist unser Jahresrückblick 2016:

Themen übers Jahr:

Briefwahlen in Wiesbaden:

Im Januar endeckte ein Mitglied das es möglich war mit dem Namen und Geburtsdatum die Briefwahl für eine Person Online zu beantragen und einen vollen Datensatz aus dem Wählerverzeichnis zu erhalten, inklusive Adressdaten. Daraufhin haben wir zusammen mit dem ZDF diese Nachlässigkeit der Stadt gemeldet und als POC den Wahlschein von unserem OB veröffentlicht.

http://www.heute.de/hacker-beantragen-briefwahlunterlagen-fuer-wiesbadener-ob-ohne-dessen-wissen-41957210.html

https://www.wired.de/collection/latest/ccc-hacker-entdecken-eine-sicherheitsluecke-bei-der-wahl-wiesbaden

http://www.focus.de/regional/wiesbaden/wahlen-hacker-beantragen-wahlunterlagen-fuer-wiesbadener-ob_id_5238222.html

http://www.welt.de/regionales/hessen/article151466337/Hacker-beantragen-Wahlunterlagen-fuer-Wiesbadener-OB.html

App-Banking:

Im Februar haben wir dann noch mal auf die Gefahren von Mobilen Banking hingewiesen.Leider scheint die Gefahr den Menschen noch nicht all zu bewusst zu sein.

16.02.2016 Banking http://www.rhein-main-presse.de/vermischtes/vermischtes/die-schattenseiten-der-bequemlichkeit_16646569.htm
18.02.2016 Bargeldloses Bezahlen SWR Interview 15.02.2016 Heimathafen

http://www.swr.de/zur-sache-rheinland-pfalz/streit-ums-bargeld-zahlen-wir-bald-nicht-mehr-mit-muenzen-und-scheinen/-/id=13831244/did=16755184/nid=13831244/19nmq55/index.html

Hype-Themen:

Der Sommer war vor allem durch die Hype-Themen Darknet und Jackpotting geprägt:

15./16.08.2016 Jackpotting http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/mainz/geld-der-kunden-nicht-betroffen/-/id=1662/did=17971630/nid=1662/9cso3u/index.html

 

09.09.2016 Darknet http://www.silver-tipps.de/von-illegalen-geschaeften-und-geschuetzten-bereichen-des-internets/

Rechtspopulismus, Homophobie und Hackerethik

Der September und Oktober war stark durch unsere Bündnis Arbeit für Akzeptanz und Vielfalt geprägt. Wir haben erfolgreich mit über 100 Verbänden ein Starkes zeichen gegen die sogennante  „Demo für Alle“ gesetzt und klar Position für Offenheit und Akzeptanz bezogen.

26.10.2016 Ihr seid nicht alle https://www.jungewelt.de/2016/10-27/035.php?sstr=demo%7Cf%C3%BCr%7Calle

 

https://www.cccmz.de/fortschritt-darf-sich-nicht-auf-technik-beschraenken/

Jungbrunnen

Im Dezember haben wir zusammen mit unseren Freifunkern die IT-Infrastruktur für den Stadtjugendring im Jungbrunnen gebaut. Da wir Jugendarbeit für wichtig halten wussten wir das wir das Projekt unterstützen wollen das Allen Jugendverbänden in Wiesbaden Räume zur Verfügung stellt. Natürlich haben wir die Gelegenheit genutzt um gleich noch einen weiteren Freifunkknoten aufzubauen.

33c3

Der November und Dezember standen voll im Zeichen des 33c3 auf dem wir dieses jahr gleich drei Assemblys hatten.

Ferienspiele

Auch dieses jahr haben wir wieder unseren Roboterkurs für die Ferienspiele der Stadt Wiesbaden durchgeführt. Kinder und Jugendliche konnte so einen ersten Eindruck von Robotik und Informatik bekommen.

Fnordfunk

Unsere Radiosendung auf Radio Rheinwelle läuft auch noch gewohnt unregelmäßig. http://fnordfunk.de/

Fortschritt darf sich nicht auf Technik beschränken

„Beurteile einen Hacker nach dem, was er tut, und nicht nach üblichen Kriterien wie Aussehen, Alter, Herkunft, Spezies, Geschlecht oder gesellschaftliche Stellung.“
-Hackerethik

Auch wenn wir uns vor allem mit technischen Themen beschäftigen, müssen wir bei menschenverachtenden Äußerungen den Mund aufmachen.

In unserem Umfeld befinden sich Schwule, Lesben, Transgender und queere Menschen und wir bekommen mit, dass diese Mitmenschen immernoch weit entfernt davon sind, akzeptiert zu werden und dass sie weiter unter Vorurteilen und Anfeindungen leiden.
Das ist für uns nicht hinnehmbar!
Deshalb haben wir uns sehr gefreut, als der neuen Lehrplan des Landes Hessen beschlossen wurde. Wir halten dies für einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Die Mobilmachung zur sogenannten „Demo für Alle“ gegen den Lehrplan hat uns somit zum Handeln gezwungen.

Die Organisationen, die zur sogenannten „Demo für Alle“ aufrufen, entlarven sich glücklicherweise selbst als Ultra-Konservative und Rechtspopulisten.

Es gibt zu unserer Freude ein sehr breites „Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt“, das mittlerweile von mehr als 70 Verbänden und Parteien getragen wird.
Zusammen mit diesen wollen wir folgenden Aufruf teilen:

Aufruf Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt

Weitere Informationen: www.ihr-seid-nicht-alle.de
Pressekontakt:
Christian Schuster
Chaos Computer Club Mainz/Wiesbaden
Sedanplatz 7
65183 Wiesbaden
kontakt@cccmz.de
www.cccmz.de

Download Pressemitteilung

Aktualisierter Aufruf vom Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt

Zur Unterstützung von Akzeptanz und Vielfalt gegen Diskriminierung und Ausgrenzung ruft das Bündnis
am 30.10.2016 zu einer Demonstration vom Wiesbadener Hauptbahnhof zum Dernschen Gelände mit
anschließender Kundgebung auf. Die Demonstration beginnt um ca. 11 Uhr. Neben Redebeiträgen gibt es
ab 12 Uhr auf dem Dernschen Gelände ein buntes musikalisches Rahmenprogramm.

den ganzen Aufruf findet ihr hier

Das „Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung“ ruft auf zur Demonstration und Kundgebung am Sonntag, den 30.10.2016 ab 12:00 Uhr auf dem „Dernschen Gelände / Marktplatz“ Wiesbaden.

Als Bündnis vieler Vereine und Initiativen aus Wiesbaden und Rhein-Main treten wir für die Akzeptanz der Mannigfaltigkeit von Lebensweisen in Hessen und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung ein. Das Land Hessen hat im September endlich einen Lehrplan beschlossen, der die Verschiedenheit und Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierungen anerkennt und diesen Unterschieden mit Wertschätzung zu begegnen versucht. Diese emanzipatorische und freiheitliche Aufklärung befürworten wir, denn sie befähigt junge Menschen bei ihrer sexuellen Identitätssuche Selbst-und Fremdverletzungen zu vermeiden, Selbstbewusstsein zu entwickeln und unerwünschten Übergriffen ein deutliches „Nein“ entgegenzusetzen.

Am 30.10.2016 will die sogenannte „Demonstration für Alle“ (DfA) den öffentlichen Raum in Wiesbaden einnehmen, wider den hessischen Lehrplan. Der Titel der sogenannten „Demo für Alle“ impliziert, dass alle Andersdenkenden und Anderslebenden kein Teil der Gesellschaft sind. Konform dazu lehnt die DfA Sexualaufklärung in der Schule strikt ab. Die Organisator_innen der DfA wollen zurück in die 1950er-Jahre, als Vielfalt und Akzeptanz keine Rolle spielten und sich alles dem traditionellen Familienbild unterzuordnen hatte. Daher mobilisiert die DfA mittels gezielter Desinformation und Vorurteilen gegenüber Lesben, Schwulen, Bi und Trans*. Umgekehrt zwingen gerade Eltern mit der Ideologie der DfA ihren Kindern überkommene Geschlechterrollen vom Kleinkindalter an auf, was eine tatsächliche Frühsexualisierung ist. Die Organisator_innen der DfA haben eine Demonstration für 2.000 Menschen angemeldet. Neben Teilen der rechtspopulistischen AfD rufen auch extrem rechte Gruppierungen wie die „Identitäre Bewegung Hessen“ zu der DfA auf. Dem tritt unser Bündnis entschieden entgegen!

Wir treten für eine freie und pluralistische Gesellschaft ein, die von den Grundwerten des gegenseitigen Respekts und der Akzeptanz aller Sexualitäten, Nationalitäten und Weltanschauungen getragen ist und ein gutes zwischenmenschliches Miteinander ermöglicht. Wir fordern die volle Emanzipation aller Geschlechter und Sexualitäten und eine dementsprechende Erziehung, die unseren Kindern die Chance zur freien und selbstbestimmten Entwicklung gibt. Wir stehen nicht nur am 30.10. für eine offene Gesellschaft ein, in der Menschen einander respektieren und akzeptieren. Demokratie und menschliches Miteinander bauen auf dieser Basis auf. Aus diesem Grund ist ein gesellschaftlicher Rückschritt um Jahrzehnte für uns nicht akzeptabel. Wir stellen uns gegen die gezielte Panikmache und erneuerte Vorurteile und werben für die Akzeptanz verschiedenster Lebensweisen.

Beteiligt euch! Das „Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung“ setzt sich am 30. Oktober in Wiesbaden für ein plurales und demokratisches Wiesbaden ein.